Beratung nach UVSV

(UV-Schutzverordnung vom 01.01.2012)

Seit 2012 gilt in Deutschland die UV-Schutzverordnung. Diese schreibt vor, das alle gewerblichen Sonnenbänke mit einer maximalen Bestrahlungsstärke betrieben werden dürfen, Aufgeklärt muss werden und speziell geschultes und zertifiziertes Personal muss anwesend sein. Diese UV-Fachkräfte müssen jedem Neukunden ein Beratungsgespräch anbieten. Folgende Schritte zeigen Ihnen wie ein Beratungsgespräch ablaufen sollte:

1. Eignungsprüfung

Folgende Fragen müssen jedem Neukunden von dem Fachpersonal gestellt werden:

  • Sind Sie 18 Jahre alt oder älter?
  • Neigt Ihre Haut zu Sommersprossen oder Sonnenbrandflecken?
  • Haben Sie mehr als 50 Pigmentmale (Leberflecke)?
  • Weist Ihre Haut auffällige Leberflecke auf (asymmetrisch, unterschiedliche Färbung)?
  • Haben Sie auffällig, scharf begrenzte entfärbte Bereiche (Scheckhaut)?
  • Haben Sie aktuell einen Sonnenbrand?
  • Haben Sie als Kind sehr viele Sonnenbrände erlitten?
  • Zeigt Ihre Haut Vorstufen von Hautkrebs oder besitzen sie eine genetische Vorbelastung dafür?
  • Liegt aktuell eine Hautkrebserkrankung vor?
  • Trat bei Ihren Eltern, Geschwister oder Kindern ein malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) auf?
  • Gab es in der Vergangenheit krankhafte Hautreaktionen in Folge von Sonnenbestrahlung?
  • Liegen sonstige Hautkranheiten vor?
  • Verwenden Sie gerade Kosmetik?
  • Nehmen Sie zur Zeit irgendwelche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel?
  • Haben Sie ien geschwächtes Immunsystem z.b. in Folge von OP's, Erkältungen?

 

Können Sie einer dieser Fragen mit "JA" beantworten, sollte vor der Anwendung ein Arzt befragt werden!
(Bei der Kosmetik sollten Sie darauf achten diese möglichst schon einige Stunden vor dem Solarienbesuch zu entfernen) 

2. Hauttypenfeststellung

 

Hauttyp 1: Skandinavischer Typ (<1% der Bevölkerung in Süddeutschland)

  • Haut:                                auffallend hell
  • Sommersprossen:           sehr häufig
  • Haare:                              rötlich - rotblond
  • Augenfarbe:                    blau, grau
  • Bräunung:                        keine
  • Sonnenbrand:                 immer & schmerzhaft
  • Herkunft:                         Skandinavien, England, Irland

 

Hauttyp 2: Hellheutiger Europäer (ca. 2% der Bevölkerung in Süddeutschland)

  • Haut:                         hell
  • Sommersprossen:   häufig
  • Haare:                       blond - braun
  • Augenfarbe:             blau, grau, grün
  • Bräunung:                kaum bis wenig
  • Sonnenbrand:          oft & schmerzhaft
  • Herkunft:                 D, Osteuropa, Benelux

 

Hauttyp 3: Dunkelheutiger Europäer (ca. 78% der Bevölkerung in Süddeutschland)

  • Haut:                             hell - hellbraun
  • Sommersprossen:        selten
  • Haare:                           dunkelblond - braun
  • Augenfarbe:                 grau, braun
  • Bräunung:                     fortschreitend
  • Sonnenbrand:               selten bis mäßig
  • Herkunft:                      D, Frankreich

 

Hauttyp 4: Mediterraner Typ (ca. 12% der Bevölkerung in Süddeutschland)

  • Haut:                         hellbraun, braun, oliv
  • Sommersprossen:   keine
  • Haare:                       dunkelbraun
  • Augenfarbe:             braun
  • Bräunung:                schnell & tief
  • Sonnenbrand:          selten
  • Herkunft:                 Türkei, Italien, Griechenland, Spanien

Hauttypentest zum Download

Hauttypentest - Mit 10 Fragen zu Ihrem Hauttyp
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3. Besonnungsempfehlungen

- Nehmen Sie nur ein Sonnenbad pro Tag (inkl. natürliche Sonne).

- Nehmen Sie max. 3x pro Woche, 10x pro Monat, 50x pro Jahr ein Sonnenbad

- Halten Sie eine Pause von min. 48 Std. (1 Tag Pause) zwischen zwei Besonnungen ein.

- Nach einer Besonnungsserie (10x) sollten Sie eine gleich lange Pause einlegen.

 

4. Infozettel Gefahren und Risiken

Der sogenannte Beipackzettel. Hier werden Sie wie bei Medikamenten schon lange üblich, über mögliche Wechselwirkungen, Gefahren und Risiken informiert. Auch können Sie auf diesem Zettel die Ausschlußkriterien (Wer sollte nicht) nochmals klären. Dieser Hinweis sollte jedem Neukunden mitgegeben werden und im Studio jederzeit ausliegen. Diese Infoblätter können Sie sich weiter unten ausdrucken.

Gefahren
Auschlußkriterien

5. Einweisung in der Kabine

Hier sollte sich das Studiopersonal nochmals Zeit für Sie nehmen. Zu einer guten Beratung gehört auch, dass man Ihnen folgende Dinge erklärt und in der Kabine und an der Sonnenbank zeigt:

  • allgemeiner Ablauf - Wer reinigt die Bänke? Was macht man mit benutzten Handtüchern? Wie lange haben sie Zeit sich umzuziehen und abzuschminken?
  • NOTAUS-Knopf - dieser sollte Ihnen auf jedenfall gezeigt werden.
  • Bedienung der Sonnenbank - Start, Lüftung, Intensität des Gesichtsbräuners usw.

10 Tipps zum Umgang mit Sonne und Vitamin D

 

  1. Sonne ist notwendig für Leben und Gesundheit. Sie ist mächtig genug, Leben und Gesundheit der Menschen entscheidend zu beeinflussen. Aber wie jede mächtige Medizin, so birgt auch die Sonne Risiken und kann zerstören. Es geht also darum, die "gute" sonne zu nutzen und die "böse" Sonne zu meiden. Wie ebenfalls bei wirkungsvoller Medizin: Die richtige Anwendung und vor allem die Dosis ist entscheidend.
     
  2. Hüte Dich immer vor einem Sonnenbrand. Sonnenbrände vor allem im Kindesalter und bei sehr hellhäutigen Menschen stehen in Verdacht, Hautkrebs zu verursachen, auch den "schwarzen" Hautkrebs, das Melanom. Dagegen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass mäßiges, regelmäßig wiederholtes Sonnen Melanom oder eine andere Hautkrebs-Art verursacht.
     
  3. Bereite Deine Haut auf die Sonne vor und baue den Eigenschutz der Haut allmählich auf. Beginne damit früh im Jahr oder am Morgen und steigere erst allmählich die Zeit an der Sonne. Allerdings ist nur in der "Mittagssonne" (im Sommer von 10-15 Uhr) in nördlichen Breiten die UVB-Bestrahlung ausreichend für die Vitamin D-Synthese über die Haut.
     
  4. Gehe mindestens zwei bis vier Mal pro Woche für 15-30 Minuten an die Sonne ohne Sonnenschutz. Die richtige "Sonnendosis" hängt von vielen individuellen Unterschieden ab: Alter, Hauttyp, Saison, Breitengrad, Tageszeit etc. Entsprechend musst Du Dein Verhalten einstellen. Vor allem im "Vitamin D-Winter", bei uns von Ende Oktober bis März reicht die Kraft der Sonne nicht aus für die "Produktion" von Vitamin D über die Haut. Die Versorgung muss dann aus den im Fettgewebe eingelagerten "Reserven" geschehen. Nahrungsergänzung und/oder Solarium (mit gleichen Regeln wie bei der Sonne) müssen dann die Lücken schließen.
     
  5. Am besten sind viele kurze Besonnungen. Ein regelmäßiger Aufenthalt ist effektiver und gesünder als gelegentliches und langandauerndes Sonnen. Ein längerer Aufenthalt an der Sonne in großen Abständen wird für die meisten schädlichen Wirkungen der "bösen" Sonne verantwortlich gemacht. Diese sog. "intermittierende" Besonnung kann auch das Risiko eines Melanoms erhöhen. Gleichzeitig erzeugt die längere, intensive Bestrahlung der unvorbereiteten Haut nicht zusätzliches Vitamin D. Die Natur hat es so eingerichtet, dass der Körper die "Produktion" einstellt, wenn die Speicher voll sind - und der Zeitpunkt liegt lange vor der Sonnenbrand-Schwelle! Hinter Glas kann kein Vitamin D gebildet werden, da das Glas die UV-B-Strahlen ausfiltert.                                            

 

                  SONNENTIPPs

 

  1. Nach 15-30 Minuten an der Sonne ohne Sonnenschutz wird es Zeit sich zu schützen. Kleidung ist effektiver als Sonnenschutzmittel. Beide verhindern aber fast vollständig die Bildung von Vitamin D über die Haut. Vertraue nicht auf den angegebenen Lichtschutzfaktor, der hängt wiederum von vielen Umständen ab und vor allem von einem wesentlich großzügigeren Eincremen als das normalerweise üblich ist. In der Regel wird nicht einmal ein Viertel der angegebenen Faktors erreicht. Schau auf die chemische Zusammensetzung. Viele Sonnencremes enthalten potentiell schädliche Chemikalien.
     
  2. Hilf Deiner Haut beim Sonnenschutz nicht nur durch allmähliches Bräunen sondern auch durch die Ernährung: Nahrungsmittel mit Anti-Oxydanzien und "gute" Fette. Iss viel Gemüse und Früchte wie z.B. Blaubeeren, Himbeeren, Granatäpfel ergänzt durch Fischöle.
     
  3. Lasse regelmäßig Deinen Vitamin D-Spiegel - 25(OH)D - messen. Über die optimalen Werte wird noch heftig gestritten, aber insgesamt setzt sich eine Norm von 75 nmol/L bzw. 32 ng/ml als untere Grenze allmählich durch. Werte zwischen 40-80ng/ml sind ideal.
     
  4. Mit Ernährung allein ist es nicht getan. Es ist praktisch ausgeschlossen, ausreichend Vitamin D über die Ernährung aufzunehmen. Fetter Fisch, wie Wildlachs und Makrelen enthalten am meisten Vitamin D3. Milch oder Orangensaft werden bei uns, anders als in den USA, nicht mit Vitamin D angereichert und tragen daher nur wenig zur Vitamin D-Versorgung bei.
     
  5. Nicht immer steht die Sonne als Vitamin D-Spender zur Verfügung. Vor allem im Winter, bei Krankheit oder intensiver Bürotätigkeit und auch im Alter kann kein oder wenig Vitamin D über die Haut gebildet werden. Die "natürlichste" Alternative, ist das Solarium mit ausreichend UV-B-Strahlen. Steht auch das nicht zur Verfügung, bleibt nur die Nahrungsergänzung. Auch hier gibt es unterschiedliche Meinungen über die optimale Dosis. Unter normalen Umständen aber empfehlen die meisten Experten eine Einnahme von 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE). Je nach der persönlichen Situation kann davon nach oben oder unten ohne Gefahr abgewichen werden. Eine Überdosierung hat aber negative gesundheitliche Konsequenzen. eine solche Überdosierung kann es bei der Vitamin D-Bildung in der Haut durch die Strahlen der Sonne oder im Solarium nicht kommen. Der Körper selbst reguliert die Vitamin D-Synthese.

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Tipps zum richtigen Sonnen. Wie Sie Ihre Haut vorbereiten und sonnen ohne Reue
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Solariengesetz - UVSV (UV-Schutzverordnung)
Verordnung_zum_Schutz_vor_schaedlichen_W[...]
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